
Friedrich-Wilhelm-Kanal
Aufnahmezeit: 30.04.2025
Der Friedrich-Wilhelm-Kanal, früher Müllroser Kanal, war die erste künstliche Wasserstraße, die die Oder mit der Spree verband. Er führte von Brieskow an der Oder bis Neuhaus an der Spree. Der Kanal war ca. 27 Kilometer lang und wurde 1668 fertiggestellt. Der Kanal war über 200 Jahre die wichtigste Verbindung zwischen Berlin und Breslau.
Bei der Einweihung hieß der Kanal zunächst "Neuer Graben", dann "Müllroser Kanal" und schließlich "Friedrich-Wilhelm-Kanal". Offiziell heißt er seit 1951 "Brieskower Kanal", inoffiziell seit einigen Jahren auch "Friedrich-Wilhelm-Kanal".
Ab den 1860-er Jahren geriet der Kanal an seine Kapazitätsgrenze. Deshalb wurde 1886 der Bau eines neuen, des Oder-Spree-Kanals beschlossen. Dieser schließt schon in Berlin an die Spree an.
1992 wurde in Groß Lindow der Förderverein "Friedrich-Wilhelm-Kanal 1992 e.V." gegründet. Sein Ziel ist die originalgetreue Wiederherstellung des Wasserbauwerks. Inzwischen restaurierte man das Kanaldenkmal an der Schleuse Weißenberg, rekonstruierte den früheren Treidelpfad zwischen den Schleusen Weißenspring und Hammerfort und baute einen alten Baukahn zum Treidelkahn mit einer Kapazität für 60 Personen um.
Nach 2000 wurde entlang des Friedrich-Wilhelm-Kanals ein Radweg ausgebaut.













